Wer kennt das nicht? Der Alltag rast an uns vorbei, Termine jagen sich und die ständige Flut an Informationen macht es schwer, den Kopf freizubekommen.
Ich habe selbst erlebt, wie schnell man dabei seine innere Balance verlieren kann. Da fragt man sich doch manchmal, wie man in dieser Hektik überhaupt noch zu sich selbst findet und die eigene Disziplin stärkt.
Viele suchen nach Wegen, um Stress abzubauen und ihre mentale Stärke zu verbessern, oft mit Meditation oder Yoga. Doch habt ihr schon einmal über Kendo nachgedacht?
Diese faszinierende japanische Schwertkunst ist so viel mehr als nur Sport; sie ist ein echter Booster für euer Selbstmanagement! Ich habe festgestellt, dass Kendo nicht nur den Körper formt, sondern vor allem den Geist schult und uns lehrt, den „inneren Schweinehund“ zu zähmen, ähnlich wie man einen Muskel trainiert.
Die Konzentration, die man beim Training benötigt, überträgt sich direkt auf den Alltag und hilft, fokussierter und gelassener zu werden. Neugierig, wie genau Kendo euch dabei unterstützen kann, ein Meister eurer Selbst zu werden und innere Ruhe zu finden?
Dann lasst uns genauer hinschauen!
Die wahre Stärke kommt von innen: Wie Kendo den Geist schärft

Kendo als Werkzeug zur Selbstfindung
Wer hätte gedacht, dass das Schwingen eines Bambusschwerts so viel über einen selbst lehren kann? Ich muss ehrlich zugeben, als ich das erste Mal in einem Dōjō stand, war ich von der ganzen Atmosphäre total eingeschüchtert.
Diese Strenge, diese Konzentration! Aber genau das hat mich auch fasziniert. Kendo ist für mich nicht einfach nur eine Sportart, bei der man lernt, sich zu verteidigen oder schnelle Bewegungen auszuführen.
Es ist ein ganzheitlicher Weg, um den eigenen Geist zu formen und eine innere Stärke aufzubauen, von der ich vorher nicht wusste, dass ich sie besitze.
Jedes Training ist wie eine kleine Herausforderung an mich selbst. Ich habe gemerkt, wie wichtig es ist, geduldig zu sein – mit dem Lernprozess und vor allem mit mir selbst.
Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, immer wieder aufzustehen, auch wenn man mal einen Treffer einstecken muss. Diese mentale Widerstandsfähigkeit, die man dabei entwickelt, ist einfach unbezahlbar und hilft mir heute, auch im Alltag mit Rückschlägen ganz anders umzugehen.
Es ist, als würde man einen Muskel trainieren, nur eben für die Seele.
Mentale Disziplin durch körperliche Herausforderung
Die körperliche Anstrengung beim Kendo ist enorm, das kann ich euch versprechen! Nach jeder Trainingseinheit fühle ich mich zwar ausgepowert, aber gleichzeitig unglaublich klar im Kopf.
Das liegt daran, dass man während des Trainings absolut präsent sein muss. Da ist kein Platz für Gedanken an die unerledigte To-Do-Liste oder den stressigen Arbeitstag.
Jeder Schlag, jede Bewegung erfordert volle Konzentration. Und genau das ist das Tolle daran: Man wird quasi gezwungen, den Kopf freizubekommen und sich auf den Moment zu konzentrieren.
Diese Art der mentalen Disziplin überträgt sich erstaunlich schnell auf andere Lebensbereiche. Plötzlich merke ich, wie ich mich bei komplexen Aufgaben im Job besser fokussieren kann oder wie ich gelassener bleibe, wenn mal wieder alles drunter und drüber geht.
Es ist ein echtes Geschenk, diese Fähigkeit zu entwickeln, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und gleichzeitig körperlich und geistig fit zu bleiben.
Ich habe das Gefühl, Kendo hat mir einen Kompass gegeben, der mich immer wieder auf den richtigen Weg zurückführt.
Disziplin ist keine Strafe: Mein Weg zu mehr Selbstkontrolle
Regeln und Rituale als Anker im Alltag
Viele denken bei Disziplin sofort an Verzicht und strenge Regeln. Aber meine Erfahrung mit Kendo hat mir gezeigt, dass Disziplin auch etwas unglaublich Befreiendes sein kann.
Im Dōjō gibt es klare Abläufe, Rituale und eine ungeschriebene Etikette, die von jedem befolgt wird. Am Anfang kam mir das vielleicht etwas steif vor, aber ich habe schnell gemerkt, wie sehr diese Struktur hilft, den Geist zu ordnen.
Das bewusste Verneigen vor dem Betreten des Dōjōs, das Anlegen der Rüstung in einer bestimmten Reihenfolge, das respektvolle Miteinander – all das schafft eine Umgebung, in der man sich voll und ganz auf das Training konzentrieren kann.
Und wisst ihr was? Diese kleinen Rituale habe ich nach und nach auch in meinen Alltag integriert. Zum Beispiel nehme ich mir jetzt bewusster Zeit für meine Morgenroutine oder plane meine Aufgaben des Tages strukturierter.
Das klingt vielleicht nach Kleinigkeiten, aber diese Anker geben mir Halt und das Gefühl, selbst die Kontrolle über meinen Tag zu haben, anstatt von ihm kontrolliert zu werden.
Den inneren Schweinehund zähmen lernen
Ach, der innere Schweinehund! Wer kennt ihn nicht? Bei mir war er früher ein echter Meister darin, mich vom Sport abzuhalten oder wichtige Aufgaben aufzuschieben.
Aber Kendo hat mir da wirklich die Stirn geboten. Beim Training gibt es Momente, da ist man müde, die Muskeln schmerzen und man möchte am liebsten einfach aufgeben.
Doch genau in diesen Augenblicken lernt man, sich durchzubeißen. Man lernt, dass dieser innere Widerstand oft nur ein Gefühl ist, das man überwinden kann.
Die Anfeuerungsrufe des Sensei, das gemeinsame Training mit den anderen – all das motiviert, nicht lockerzulassen. Ich habe festgestellt, dass diese Fähigkeit, mich selbst zu motivieren und meine Grenzen immer wieder neu auszuloten, sich direkt auf meinen Alltag überträgt.
Wenn ich jetzt vor einer Herausforderung stehe, denke ich oft an die harten Trainingseinheiten zurück und sage mir: “Wenn du das im Kendo schaffen kannst, schaffst du das auch hier!” Es ist ein tolles Gefühl, zu wissen, dass man diesen inneren Gegner jetzt besser im Griff hat.
Im Hier und Jetzt: Fokus pur durch japanische Schwertkunst
Konzentration als Schlüssel zum Erfolg
In unserer schnelllebigen Welt, in der wir ständig mit Informationen bombardiert werden, ist es eine echte Kunst, sich auf eine Sache zu konzentrieren.
Multitasking ist oft angesagt, aber ich habe gemerkt, dass das am Ende oft nur zu halben Ergebnissen führt. Beim Kendo gibt es keine halben Sachen. Man muss absolut fokussiert sein, sonst ist man chancenlos.
Jeder Treffer, jede Abwehr erfordert volle Aufmerksamkeit. Man beobachtet seinen Gegner, spürt die eigene Haltung, achtet auf den Atem. Das ist wie eine aktive Meditation, bei der man lernt, alle unwichtigen Reize auszublenden und sich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Diese Fähigkeit, den Fokus zu halten, hat mein Berufsleben revolutioniert. Ich kann mich jetzt stundenlang einer Aufgabe widmen, ohne mich ablenken zu lassen, und das führt zu viel besseren Ergebnissen.
Ich habe das Gefühl, mein Kopf ist viel aufgeräumter und meine Gedanken sind klarer.
Die Kunst des Augenblicks leben
Kendo lehrt einen, im Augenblick zu leben. Im Dōjō gibt es nur das Hier und Jetzt. Was vor fünf Minuten war oder was in der nächsten Stunde kommt, spielt keine Rolle.
Es zählt nur der Moment, der nächste Schlag, die nächste Bewegung. Das ist eine unheimlich befreiende Erfahrung. Gerade wenn man im Alltag dazu neigt, viel zu grübeln oder sich Sorgen um die Zukunft zu machen, ist Kendo ein wunderbarer Anker, der einen immer wieder in die Gegenwart zurückholt.
Ich habe gelernt, diese Achtsamkeit auch außerhalb des Trainings zu praktizieren. Ob beim Spaziergang im Park, beim Kaffee am Morgen oder bei einem Gespräch mit Freunden – ich versuche bewusster wahrzunehmen, was gerade passiert, und die kleinen Momente zu genießen.
Diese Praxis des “Im-Moment-Seins” hat meine Lebensqualität enorm verbessert und mir geholfen, innere Ruhe zu finden, wo früher nur Hektik war.
Der Kampf gegen den inneren Schweinehund: Kendo als Lebensschule
Herausforderungen annehmen und überwinden
Jeder, der schon mal etwas Neues ausprobiert hat, kennt das: Am Anfang ist es holprig, man macht Fehler und fragt sich, ob man überhaupt das Zeug dazu hat.
Beim Kendo ist das nicht anders. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Wochen, in denen ich mich manchmal wirklich tollpatschig gefühlt habe. Die Bewegungen waren ungewohnt, die Rüstung drückte und ich war oft frustriert, wenn etwas nicht sofort klappte.
Aber genau hier setzt der Lerneffekt ein. Man lernt, Herausforderungen nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie als Chance zu sehen, sich weiterzuentwickeln.
Mein Sensei hat immer gesagt: “Der Weg ist das Ziel.” Und das stimmt wirklich. Jeder kleine Fortschritt, jede gemeisterte Technik ist ein Erfolg, der das Selbstvertrauen stärkt.
Ich habe gelernt, dass Scheitern kein Beinbruch ist, sondern ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Diese Mentalität hat mir geholfen, auch im Berufsleben mutiger zu werden und neue Projekte anzupacken, selbst wenn ich anfangs unsicher bin.
Respekt und Demut: Wichtige Lektionen
Was mich am Kendo besonders beeindruckt, ist der tiefe Respekt, der im Dōjō gelebt wird. Respekt vor dem Sensei, vor den Trainingspartnern, vor der Ausrüstung und vor der Kunst selbst.
Man lernt, Demut zu zeigen, die eigenen Grenzen zu erkennen und gleichzeitig das Beste aus sich herauszuholen. Diese Werte sind in unserer oft egozentrischen Welt so unglaublich wichtig.
Ich habe festgestellt, dass dieser respektvolle Umgang nicht nur im Dōjō bleibt, sondern sich ganz natürlich auf meinen Alltag überträgt. Ich bin geduldiger geworden, höre anderen besser zu und schätze die Beiträge meiner Mitmenschen viel mehr.
Es ist eine Haltung, die nicht nur mir selbst guttut, sondern auch meine Beziehungen zu anderen Menschen bereichert. Es ist schön zu sehen, wie eine alte Kampfkunst uns noch heute so viel über Menschlichkeit lehren kann.
Achtsamkeit in Bewegung: Den Körper spüren, den Geist beruhigen

Der Körper als Spiegel des Geistes
Beim Kendo lernt man auf eine ganz besondere Art, seinen Körper wahrzunehmen. Jede Bewegung ist präzise, jede Haltung hat einen Sinn. Man spürt, wie die Füße auf dem Boden stehen, wie die Hüfte rotiert, wie die Arme das Shinai (Bambusschwert) führen.
Es ist ein ständiges Zusammenspiel von Körper und Geist. Und ich muss euch sagen, das ist unglaublich spannend! Man merkt sofort, wenn man unkonzentriert ist, weil die Bewegungen dann unsauber werden oder man den Rhythmus verliert.
Der Körper wird zu einem direkten Spiegel des inneren Zustands. Diese ständige Rückmeldung hilft mir, achtsamer mit mir selbst umzugehen. Ich merke schneller, wenn ich gestresst bin oder zu viel im Kopf habe, und kann dann aktiv gegensteuern, anstatt mich von negativen Gefühlen überrollen zu lassen.
Es ist eine Art Selbstgespräch, das man mit seinem Körper führt – und das ist so viel wertvoller als jede App zur Achtsamkeit.
Durch Bewegung zur inneren Ruhe
Viele suchen in stiller Meditation nach innerer Ruhe. Ich habe meine Ruhe in der Bewegung gefunden. Der repetitive Charakter vieler Kendo-Übungen, das gleichmäßige Schwingen des Shinai, das rhythmische Stampfen der Füße – all das kann unglaublich meditativ sein.
Es ist eine Form der aktiven Meditation, bei der man den Kopf frei bekommt, indem man den Körper einsetzt. Ich habe oft erlebt, dass ich nach einer intensiven Trainingseinheit, in der ich körperlich an meine Grenzen gegangen bin, eine tiefe innere Stille und Zufriedenheit verspürt habe.
Es ist, als würde man alle Anspannungen einfach ausschwitzen. Diese Art der Entspannung ist nachhaltiger für mich als jede Couch-Session. Es ist ein Gefühl von Klarheit und Gelassenheit, das ich durch Kendo immer wieder neu entdecke und das mir hilft, auch im turbulenten Alltag einen kühlen Kopf zu bewahren.
Mehr als nur Sport: Kendo als Stresskiller und Seelenbalsam
Effektiver Stressabbau durch Kampfkunst
In unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist Stress leider ein ständiger Begleiter. Aber ich habe in Kendo einen unglaublichen Weg gefunden, diesen Stress abzubauen.
Die Intensität des Trainings, die Notwendigkeit, schnell zu reagieren und gleichzeitig strategisch zu denken, lässt keinen Raum für Grübeleien über unerledigte Aufgaben oder persönliche Probleme.
Man schaltet einfach ab. Und das Beste daran ist, dass man den Stress nicht nur vergisst, sondern regelrecht “herauskämpft”. Die körperliche Anstrengung, die Schreie (Kiai) und die konzentrierte Bewegung helfen, angestaute Energie und Frustration abzubauen.
Ich fühle mich nach jeder Einheit wie neu geboren, mit einem klaren Kopf und einem Gefühl der Erleichterung. Es ist eine viel effektivere Methode für mich, den Kopf freizubekommen, als einfach nur untätig herumzusitzen.
Es ist wie ein Reset-Knopf für Körper und Geist.
Kendo: Ein Zufluchtsort für die Seele
Manchmal fühlt sich der Alltag einfach erdrückend an. Termine, Deadlines, Erwartungen – das kann ganz schön anstrengend sein. Für mich ist das Dōjō dann ein echter Zufluchtsort geworden.
Es ist ein Ort, an dem ich ich selbst sein kann, wo es nur um meine Entwicklung geht und wo ich mich sicher und geborgen fühle. Die Gemeinschaft, die im Kendo entsteht, ist auch etwas ganz Besonderes.
Man trainiert zusammen, schwitzt zusammen, unterstützt sich gegenseitig. Das ist eine tiefe Verbundenheit, die man nicht oft findet. Ich habe dort echte Freundschaften geschlossen und fühle mich als Teil einer großen Familie.
Dieses Gefühl der Zugehörigkeit und die Möglichkeit, einfach mal den Alltag hinter sich zu lassen und in eine andere Welt einzutauchen, ist Balsam für die Seele und gibt mir die Kraft, den Herausforderungen des Lebens wieder mit neuer Energie zu begegnen.
| Aspekt | Kendo-Effekt | Vorteil für Selbstmanagement |
|---|---|---|
| Konzentration & Fokus | Erzwingt Präsenz im Hier und Jetzt, blendet Ablenkungen aus | Verbesserte Aufgabenbewältigung, klarere Entscheidungen |
| Disziplin & Beharrlichkeit | Regelmäßiges Training, Überwindung von Grenzen | Stärkere Willenskraft, effektives Erreichen von Zielen |
| Stressabbau & Achtsamkeit | Körperliche Anstrengung, meditative Bewegungen | Innere Ruhe, verbesserte Emotionsregulation |
| Selbstvertrauen & Demut | Meistern von Techniken, Respekt vor Gegnern und Lehrern | Realistische Selbsteinschätzung, souveränes Auftreten |
| Mentale Stärke | Umgang mit Treffern, Durchhaltevermögen | Resilienz, positive Einstellung zu Herausforderungen |
Die Philosophie hinter dem Bambusschwert: Lehren für den Alltag
Der Weg ist das Ziel: Kontinuierliche Entwicklung
Beim Kendo geht es nicht darum, so schnell wie möglich der Beste zu werden oder Titel zu sammeln. Es ist ein lebenslanger Weg der Verbesserung, der sogenannte “Dō” im Namen der Kampfkunst.
Mein Sensei hat mir immer wieder gesagt, dass es wichtiger ist, beständig zu trainieren und sich stetig zu entwickeln, als nur auf das Endergebnis zu schielen.
Und das ist eine Lektion, die ich auch in meinem Alltag zu schätzen gelernt habe. Egal ob im Job, bei persönlichen Projekten oder beim Erlernen neuer Fähigkeiten – ich versuche, den Prozess zu genießen und jeden kleinen Fortschritt zu würdigen, anstatt mich nur auf das große Ziel zu fixieren.
Das nimmt den Druck raus und macht den Weg viel angenehmer. Ich habe gemerkt, dass diese Einstellung zu mehr Zufriedenheit führt und mich motiviert, auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben, sondern sie als Teil der Reise zu sehen.
Es ist eine Mentalität, die Gelassenheit und Ausdauer fördert.
Harmonie und Balance finden
Kendo mag auf den ersten Blick wie ein harter Kampfsport wirken, aber im Kern geht es auch um Harmonie und Balance. Die Bewegungen sind fließend, man sucht das Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung, zwischen Stärke und Flexibilität.
Diese Balance ist nicht nur körperlich wichtig, sondern auch mental. Man lernt, die eigenen Energien zu kontrollieren, nicht übermütig zu werden, aber auch nicht zu zögerlich.
Dieses Streben nach Harmonie hat mir geholfen, auch in meinem Leben eine bessere Balance zu finden. Zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Anspannung und Entspannung.
Ich bin sensibler geworden für die Signale meines Körpers und Geistes und versuche, bewusster auf meine Bedürfnisse einzugehen. Kendo hat mir gezeigt, dass wahre Stärke oft in der Mitte liegt, in der Fähigkeit, sich anzupassen und auszubalancieren.
Es ist eine Philosophie, die das Leben reicher und erfüllter macht.
Abschließende Gedanken
Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in die faszinierende Welt des Kendo geben und aufzeigen, welche unglaublichen Auswirkungen es auf mein Leben hatte. Es ist so viel mehr als nur ein Sport; es ist ein Weg zu mehr Selbstkenntnis, mentaler Stärke und innerer Ruhe. Ich bin unendlich dankbar für jede Trainingseinheit, für jeden Lehrer und jeden Trainingspartner, die mich auf diesem Weg begleiten und bereichern. Wenn ihr also auf der Suche nach einer Herausforderung seid, die nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fordert und fördert, dann kann ich euch Kendo wirklich von Herzen empfehlen. Es ist eine Reise, die sich lohnt – glaubt mir!
Nützliche Tipps und Wissenswertes für euren Start
1. Findet euer Dōjō: Die Suche nach dem richtigen Dōjō ist der erste und wichtigste Schritt. Schaut online nach “Kendo Dōjō” in eurer Stadt oder Region. Viele bieten kostenlose Probetrainings an, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Zögert nicht, verschiedene Orte zu besuchen, um zu sehen, wo ihr euch am wohlsten fühlt.
2. Keine Angst vor dem Anfang: Kendo beginnt immer mit den Grundlagen. Ihr müsst nicht sportlich sein oder Vorkenntnisse haben. Es geht darum, die Basics von Grund auf zu lernen. Oft startet man mit Gummischwertern oder einfachen Übungen, bevor man das Shinai in die Hand nimmt. Jeder fängt klein an!
3. Ausrüstung ist zweitrangig: Für die ersten Trainings braucht ihr in der Regel nur bequeme Sportkleidung. Ein Shinai (Bambusschwert) oder ein Bokken (Holzschwert) wird euch oft vom Dōjō geliehen. Die komplette Rüstung (Bogu) kommt erst viel später, wenn ihr die Grundtechniken beherrscht. Lasst euch davon also nicht abschrecken.
4. Geduld ist eine Tugend: Kendo ist ein Marathon, kein Sprint. Es erfordert viel Geduld, Ausdauer und die Bereitschaft, immer wieder zu üben. Nehmt euch die Zeit, die Bewegungen zu verinnerlichen und lasst euch nicht entmutigen, wenn es mal länger dauert. Jeder Fortschritt, egal wie klein, ist ein Erfolg.
5. Respekt und Etikette: Die Kendo-Kultur ist stark von Respekt und strenger Etikette geprägt. Das mag am Anfang ungewohnt erscheinen, aber diese Rituale schaffen eine fokussierte Trainingsatmosphäre. Lernt und respektiert die Regeln – sie sind ein integraler Bestandteil der Kampfkunst und ihrer Philosophie.
Wichtige Erkenntnisse zum Kendo
Kendo ist eine faszinierende japanische Kampfkunst, die weit über das reine Fechten mit Bambusschwertern hinausgeht. Es ist eine Schule für den Geist, die uns lehrt, Disziplin, Konzentration und innere Stärke zu entwickeln. Durch das regelmäßige Training habe ich persönlich erfahren, wie man den eigenen „inneren Schweinehund“ überwindet und mentale Herausforderungen annimmt. Die ständige Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung und die Suche nach Perfektion in der Bewegung fördert eine bemerkenswerte Selbstreflexion und Achtsamkeit. Ich spüre, wie mein Körper und Geist im Einklang agieren und wie ich dadurch im Alltag gelassener und fokussierter werde. Diese Harmonie und Balance sind für mich zu einem Anker geworden, der mir hilft, Stress abzubauen und den Moment bewusster zu leben. Es ist nicht nur ein Weg zur körperlichen Fitness, sondern vor allem ein tiefgreifender Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, der mich immer wieder aufs Neue begeistert und herausfordert. Die Werte wie Respekt, Demut und Beharrlichkeit, die im Dōjō gelebt werden, sind für mich auch außerhalb der Trainingshalle zu wichtigen Leitprinzipien geworden. Kendo ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens, der mir täglich neue Energie und Inspiration schenkt und mir hilft, authentisch zu sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: eind, sondern gegen sich selbst, gegen die eigenen Schwächen, Ängste und
A: blenkungen. Ich kann euch sagen, als ich das erste Mal in einem Dojo stand, war ich fasziniert. Wir tragen Schutzkleidung, die Bogu, und schlagen mit einem Bambusschwert, dem Shinai, auf bestimmte Trefferflächen.
Das klingt vielleicht martialisch, aber jeder Schlag, jeder Schritt, jede Bewegung ist präzise festgelegt und erfordert eine unglaubliche Konzentration.
Es geht nicht um rohe Kraft, sondern um Schnelligkeit, Präzision und den richtigen Moment. Mir ist persönlich aufgefallen, dass diese ständige Achtsamkeit, dieses Bewusstsein für den eigenen Körper und den Raum um mich herum, mir auch im Alltag so ungemein hilft.
Es ist fast wie eine aktive Form der Meditation, die dich zwingt, im Hier und Jetzt zu sein. Diese tiefe Konzentration, das Gefühl, wenn alles andere um dich herum verschwindet und nur noch der Moment zählt – das ist es, was Kendo so einzigartig macht und so viel mehr als nur ein Sport ist.
Es ist ein Weg, dich selbst besser kennenzulernen und zu meistern. Q2: Du hast erwähnt, dass Kendo uns hilft, den “inneren Schweinehund” zu zähmen und fokussierter zu werden.
Wie genau überträgt sich diese Konzentration aus dem Training auf meinen stressigen Alltag und mein Selbstmanagement? A2: Das ist eine super Frage, denn genau hier liegt der Knackpunkt und der große Mehrwert von Kendo für unser tägliches Leben!
Stellt euch vor: Im Kendo musst du in Sekundenbruchteilen Entscheidungen treffen, deine Bewegungen perfekt koordinieren und gleichzeitig auf die Bewegungen deines Partners reagieren.
Das erfordert eine mentale Klarheit, die man sich aktiv erarbeitet. Es gibt keine Zeit, sich ablenken zu lassen oder zu zögern. Diese Fokussierung, die du auf dem Dojo (Trainingsraum) entwickelst, ist wie ein Muskel, den du trainierst und dann überall einsetzen kannst.
Ganz ehrlich, ich habe selbst erlebt, wie sich das auf meinen Alltag auswirkt. Wenn ich früher bei einer komplexen Aufgabe im Büro oder bei einer langen To-Do-Liste schnell überfordert war, merke ich jetzt, wie viel ruhiger und strukturierter ich vorgehe.
Es ist, als hätte ich gelernt, den “Lärm” auszublenden und mich auf den einen wichtigen Schritt zu konzentrieren, genau wie beim Kendo. Diese Fähigkeit, den Kopf freizubekommen und sich auf das Wesentliche zu fokussieren, ist Gold wert für Stressabbau und effektives Selbstmanagement.
Man lernt, Disziplin nicht als Last, sondern als Werkzeug zu sehen, das einem hilft, seine Ziele zu erreichen. Plötzlich sind Herausforderungen keine unüberwindbaren Berge mehr, sondern eine Reihe von Schritten, die man bewusst und konzentriert angeht.
Kendo lehrt dich also nicht nur, wie man ein Schwert schwingt, sondern auch, wie man das Chaos im Kopf lichtet und die Zügel des eigenen Lebens fester in die Hand nimmt.
Q3: Ich bin nicht mehr der Jüngste und auch nicht super sportlich. Ist Kendo überhaupt etwas für mich? Und was brauche ich, um mit Kendo anzufangen?
A3: Absolut! Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man für Kendo super jung oder athletisch sein muss. Ganz im Gegenteil!
Kendo ist eine Kunst, die man ein Leben lang lernen und praktizieren kann. Ich habe im Dojo schon Leute von 6 bis über 70 Jahren gemeinsam trainieren sehen, und jeder profitiert auf seine Weise.
Natürlich ist eine gewisse Grundfitness hilfreich, aber die baut man im Training ganz automatisch auf. Es geht viel mehr um die mentale Einstellung und die Bereitschaft, etwas Neues zu lernen und diszipliniert zu bleiben, als um reine Muskelkraft.
Der Fokus liegt ja, wie ich schon gesagt habe, auf der inneren Entwicklung, die kennt kein Alter! Um anzufangen, brauchst du tatsächlich gar nicht viel.
Für die ersten Schnupperstunden reicht oft bequeme Sportkleidung. Wenn du dabei bleiben möchtest, besorgst du dir dann einen Keikogi (die Kendo-Jacke) und eine Hakama (den Hosenrock) sowie ein Shinai, das Bambusschwert.
Dein Verein wird dir dabei sicher helfen, das Richtige zu finden. Die Schutzausrüstung, die Bogu, kommt erst viel später, wenn du die Grundlagen beherrschst.
Ich selbst war am Anfang auch etwas unsicher, ob ich da überhaupt mithalten kann, aber die Gemeinschaft im Dojo ist unglaublich unterstützend. Es geht nicht darum, der Beste zu sein, sondern darum, besser zu werden – jeden Tag ein kleines bisschen mehr.
Gib dir selbst die Chance, es auszuprobieren, und du wirst überrascht sein, wie schnell du Fortschritte machst und wie viel Spaß es macht!






